Hi, Phillephanz!
Phillefanz hat geschrieben:Aber das mit der Mietwerkstatt hört sich auch gut an! Muss man da komplett selber ran und bekommt nur Werkzeug, evtl. Hebebühne gestellt oder helfen die einem auch mit Tipps und evtl. Fingerfertigkeit?
In den Werkstätten, die ich bisher probiert habe, war der Umfang der Eigenleistungen völlig frei wählbar.
Im Einzelfall hatte ich also nur Kosten für die Benutzung der Werkstaträumlichkeit mit Hubbühne, weil ich alle selbst konnte, Teile mit hatte und auch meine Werkzeugkiste. In anderen Fällen (ich hatte absolut keine Zeit) habe ich das Auto hingestellt und einfach "mach mal" gesagt, ging auch, war aber natürlich teurer, denn gute Arbeit soll bezahlt werden.
Wenn ich unsicher bin, frage ich das Werkstattpersonal. Die helfen einem auch normalerweise im gewünschten Umfang (zB. bei Schweißarbeiten), das kostet natürlich auch. Wenn ich spezielle Werkzeuge nicht selbst habe, leihe ich mir diese aus, auch das kostet etwas, aber nicht die Welt. Es kam auch schon vor, dass ich merkte, dass noch Material vonnöten ist, auch dieses kann man dann dort kaufen, sofern vorrätig. Ich denke da an Sachen wie Kupfermuttern oder Dichtringe. Außerdem ist an viele solche Werkstätten auch ein Auto-Zubehör Verkauf angeschlossen, die können dir vielleicht sogar preiswert den Auspuff und Montagematerial beschaffen.
Ich hab das immer so gehalten: Angebot der Fachwerkstatt eingeholt, dann geschaut, was ich für die Teile anlegen muss und wieviel das Selbermachen kostet. Den Rest habe ich in Werkzeug angelegt. Erst mal grundlegende Dinge wie ein Satz Gabel- und Ringschlüssel, Schraubendreher, Zangen, Imbussatz, dann auch Knarre, Drehmomentschlüssel, Nussen dazu... Heute wiegt meine "Sturmkiste" ca. 20kg...
Im Lauf der Zeit habe ich immer mehr Arbeiten selbst übernommen, mit wachsender Erfahrung und Ausrüstung.
In deinem Fall könnte das so aussehen, dass du mit dem Auspuff, Gummies zum Aufhängen, Schellen und Schrauben dort aufschlägst. Dann nimmst du erst mal die Verkleidungen unten ab und versuchst mal, den alten Auspuff bzw. seine traurigen Überreste sauber zu entfernen (das ist meist mehr Aufwand, als das Neuteil dann drunter zu hängen). Falls du da an rostigen Schraubverbindungen u.ä. scheiterst, hilft man dir sicher gerne (als Anfänger war ich auch immer etwas unsicher, an welchen Stellen man wieviel Gewalt anwenden darf) oder leiht dir einen Winkelschleifer.
Dann probierst du mal, den neuen Auspuff darunter zu hängen. Je nach dem, wie gut der passt, benötigst du da vielleicht auch etwas Hilfe und vielleicht noch Schrauben, Montagepaste usw., gibt man dir sicher gerne.
Zu aller Anfang solltest du dir allerdings was zu Lesen besorgen, eine Reparaturanleitung. Damit sieht man oft schon viel klarer!
Und auch nicht den Arbeitsschutz vergessen, gerade als Anfänger rutscht man gerne mal ab und verletzt sich beim Wuchten unnötig: Du brauchst Lederhandschuhe und stabile Schuhe, falls dir mal der Schlüssel drauf fällt. Eine Schutzbrille gegen herumfliegende Partikel und eine Stirnleuchte (finde ich fast noch besser als die Stablampen) sind auch sehr hilfreich.